Répertoire International des Sources Musicales
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Komponistennachlässe der Schweizerischen Nationalbibliothek

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Zu den Spezialsammlungen der Schweizerischen Nationalbibliothek gehört ein umfangreicher Korpus handschriftlicher Musikalien. Er umfasst zwei Schwerpunkte:

  • Komponistennachlässe von Schweizer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts, die der Schweizerischen Nationalbibliothek überantwortet wurden. Dieser Teil des Korpus umfasst 34 Namen mit ca. 2200 handschriftlichen und 136 gedruckten Musikalien,
  • die umfangreiche Sammlung des Musikforschers Joseph Liebeskind (1866-1916), welche 1935 von dessen Söhnen der Schweizerischen Nationalbibliothek geschenkt wurde.

Nachlässe von Schweizer Komponisten des 19. und 20. Jahrhunderts

Die Schweizerische Nationalbibliothek ist im Besitz folgender Komponistennachlässe:

Dokumentation
Liste der Nachlässe

Sammlung Joseph Liebeskind

Der umfangreiche Korpus handschriftlicher Musikalien der Sammlung Joseph Liebeskind geht auf die Forschungsarbeiten und die Editionstätigkeit des bedeutenden deutschen Musikforschers und Komponisten Joseph Liebeskind (1866-1916) zurück. Als Pionier der Gluckforschung hat Joseph Liebeskind zahlreiche Editionen der Werke von Christoph Willibald Gluck (1714-1787) vorbereitet; nicht weniger umfangreich sind seine diesbezüglichen Arbeiten zu den Werken von Carl Ditters von Dittersdorf (1739-1799). Beide Komponisten bilden denn auch den Schwerpunkt der Musikhandschriften der Sammlung Joseph Liebeskind. Sie umfasst insgesamt 449 Werke, die in 132 Einzel- und Sammelhandschriften überliefert sind. Darunter befinden sich auch drei Autographe von Carl Ditters von Dittersdorf (Sonaten für Klavier zu vier Händen Jason qui enlève la toison d’or, Hércule changé en Dieu, Ajax et Ulisse qui se disputent les armes d’Achille; MLHs 78/1-3). Der grösste Teil der Musikhandschriften der Sammlung Liebeskind umfasst Abschriften aus der Hand des Sammlers, die Joseph Liebeskind in zahlreichen europäischen Bibliotheken als Vorlagen für seine Editionsprojekte erstellte. Dieser Teil der Handschriftensammlung stammt somit aus dem späten 19. Jahrhundert, bzw. dem frühen 20. Jahrhundert. Für die Gluck-Rezeption dieser Zeit ist dieser Teil der Sammlung die weltweit umfassendeste Quellendokumentation. Sie zeichnet sich noch besonders dadurch aus, dass Liebeskind neben der archivalischen Wiedergabe auch Bearbeitungen der Werke vornahm und damit die Reihe der Gluck-Bearbeitungen von Richard Wagner und Richard Strauss fortsetzte.

Dokumentation
- Werke von Christoph Willibald Gluck (1714-1787)
- Werke von Carl Ditters von Dittersdorf (1739-1799)
- Werke verschiedener Komponisten
- Hausmusik
- Konzertprogramme und Musikerporträts
- Notizen und Korrespondenz

Database
www.rism-database.ch

 

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